Die Ankunft Zuhause

Ihre Katze braucht Ihre Fürsorge

Die Entdeckung ihres neuen Lebensumfeldes, der anderen Familienmitglieder und anderer Haustiere, die vielleicht schon zu Ihrer Familie gehören, ist eine wichtige Phase. Diese sollte deshalb nach und nach und in aller Ruhe vonstatten gehen. Lassen Sie Ihrer Katze (und sich!) Zeit sich einzugewöhnen!
Damit Ihre junge Katze sich von Anfang an in ihrer neuen Umgebung sicher und behütet fühlt, sollten Sie vor ihrer Ankunft alles für sie Notwendige besorgt und in der Wohnung aufgestellt haben: das Katzenklo ebenso wie die übrigen Dinge, die eine Katze zum Wohlfühlen benötigt, wie Spielzeug und Nahrung.

Aufregung vermeiden

Vergessen Sie nicht, dass Ihr Katzenjunges gerade erst in einer ihm vollends unbekannten Umgebung angekommen ist. Bremsen Sie Ihre eigene Begeisterung und überfordern sie die Katze nicht. Geben Sie ihr Zeit, ihr neues Reich zu erkunden. Eine ruhige und entspannte Atmosphäre ist wichtig. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Kinder ruhig und behutsam mit ihr umgehen, denn Sie möchten doch nicht, dass aus Ihrem putzigen Jungtier eine ängstliche, scheue Katze wird?

Ihre Katze braucht Ihre Fürsorge

Sie allein sind für die Sicherheit Ihres Katzenjunges verantwortlich. Wie vorher bei seiner Mutter wird es nun bei Ihnen Schutz und Geborgenheit suchen. Behüten Sie es gut, sein Wachstum und seine Ausgeglichenheit hängen nun von Ihrer Aufmerksamkeit ab.

Zusammenleben mit Kindern

Kinder neigen oft dazu, mit dem Neuankömmling allzu sehr schmusen zu wollen. Sie sind aufgeregt, wollen das Tier anfassen oder gar am Schwanz ziehen. Ausgewachsene Katzen wissen ganz genau, wie man Kindern aus dem Weg geht, wenn sie nicht gestört werden wollen. Junge Katzen müssen das erst lernen. Erklären Sie Ihren Kindern, dass eine Katze kein Spielzeug ist und noch viel Ruhe braucht.

Das Kätzchen zu wecken, nur um zu schmusen, ist von Anfang an verboten. Es ist zu empfehlen, dass Ihre Kinder nur mit der Katze spielen dürfen, wenn Sie dabei sind. Manch einen Kratzunfall werden Sie so vermeiden können.

So behandeln Sie Ihren Katzenwelpen richtig

Behandeln Sie das Kleine mit Vorsicht. Alle plötzlichen oder stürmischen Bewegungen können das Tier erschrecken. Um es zu tragen, legen Sie es am besten mit dem Bauch flach auf Ihre Hand und stützen es mit der anderen Hand im Rücken ab, vor allem bei größeren Rassen.

  • Ziehen Sie es niemals am Schwanz.

  • Nehmen Sie es nicht am Kopf hoch.

  • Heben Sie es nicht am Nackenfell hoch. Dies hat das Muttertier nur in den ersten Tagen getan, um es zu tragen.

Die erste Mahlzeit

Vermeiden Sie auf jeden Fall eine abrupte Umstellung der Ernährung, da ansonsten Verdauungsstörungen die Folge sein können.Halten Sie, zumindest für einige Tage, an der bisherigen und für die Katze gewohnten Fütterung fest. Fragen Sie den Züchter nach den bisherigen Fütterungsgewohnheiten der Katze  (Anzahl der Mahlzeiten, rationiert oder zur freien Verfügung) und der Art der Ernährung (feucht oder trocken). Wenn Sie die Ernährung Ihrer Katze umstellen wollen, dann kalkulieren Sie hierfür eine ca. einwöchige Übergangsphase ein, in der Sie langsam von der bisherigen zur neuen Nahrung übergehen. Diese Übergangsphase sorgt für eine harmonische Futterumstellung und das Risiko von Verdauungsstörungen wird so minimiert. Geben Sie ihrer Katze grundsätzlich keine Essensreste. Das ist nicht nur ungesund, sondern fördert auch, dass sie ständig bettelt und bei Gelegenheit von Tisch „stibitzt“. Eine unausgewogene Ernährung fördert zudem Übergewicht beim ausgewachsenen Tier. Da Katzen eine sehr sensible Verdauung haben, riskiert man durch diese „Zugaben“ auch immer Durchfall.

Tag 1 + 2:   25 % neue Nahrung + 75% bisherige Nahrung

Tag 3 + 4:  50 % neue Nahrung + 50% bisherige Nahrung

Tag 5 + 6:  75 % neue Nahrung + 25% bisherige Nahrung

Tag 7 und später: 100 % neue Nahrung

Gewöhnen Sie sich daran:

Keine Plastiktüten, Nadeln, Heftzwecken, Gummibänder liegen zu lassen. Die Deckel von Mülleimer und Toilette geschlossen zu halten.Arzneimittel, Genussmittel (Schokolade, Tabak) sowie Rattengift, Unkrautvernichtungsmittel sicher zu verschließen. Steckdosen und freiliegende Kabel mit geeigneten Vorrichtungen zu sichern. Schranktüren, Waschmaschinen etc. sofort nach dem Öffnen wieder zu verschließen. Die Fenster beim Verlassen des Hauses zu schließen bzw. die Kippenfenster mit speziellen Sicherheitseinrichtungen zu schließen. Kippfenster können für eine Katze zur tödlichen Falle werden! Auf Ihr Bügeleisen zu achten. Es kann der Grund für schlimme Verbrennungen sein. Keine Pfannen und Töpfe, in denen sich noch Essensreste befinden, auf dem Herd stehen zu lassen.

Zimmerpflanzen

Instinktiv meiden Katzen für sie giftige Pflanzen. Trotzdem sollte man wissen, welche Pflanzen für Ihre Katze eine Gefahr darstellen können und in der Wohnung auf sie verzichten. In der Wohnung auf sie verzichten. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach einer umfassenden Liste aller giftigen Zimmerpflanzen.

Die erste Nacht

Die erste Trennung, das erste Mal allein die erste Nacht ist häufig sehr schwierig für ein Katzenjunges. Wo soll es schlafen? 

Denken Sie bitte nur daran, dass Sie der ausgewachsenen Katze nicht verbieten können, was sie als Katzenbaby durfte. Außerdem wird sie, wenn sie etwas größer ist, ohne zu zögern auch draußen herumstreichen und so Parasiten mit ins Haus bringen. Ihre Katzenpflege sollte dann perfekt sein, wenn Sie nicht Familienmitglieder durch Parasitenkontakt gefährden wollen.

Der richtige Schlafplatz für Ihre Katze ist ihr Katzenkorb, der Ort, den Sie für sie ausgesucht haben. Widerstehen Sie in der ersten Nacht der Versuchung, die Katze zu sich zu holen, auch wenn sie weint. Innerhalb von drei bis vier Tagen wird sie sich eingewöhnt haben und Ihre Nächte sind wieder ruhiger.

Der erste Tierarztbesuch

Gesundheitsvorsorge muss sein und ein Besuch beim Tierarzt ist unvermeidlich. Er sollte jedoch gut vorbereitet sein! Für den Transport in die Praxis empfiehlt es sich, junge Kätzchen an eine Transportkiste zu gewöhnen. Im Handel gibt es verschiedene, leicht zu reinigende Modelle. Achten sie darauf, dass sie Ihre Katze einfach herausheben und wieder hineinsetzen können. Bei Boxen mit einem Zugang von oben kann dies sehr viel einfacher sein.  

Setzen Sie das junge Kätzchen nicht erst kurz vor der Fahrt in den Transportkäfig, machen Sie ihm vorher den Aufenthalt darin im wahrsten Sinne des Wortes „schmackhaft“. Füttern Sie das junge Kätzchen im offenen Transportbehältnis, so gewöhnt es sich daran, sich dort aufzuhalten. Zunächst lassen Sie die Tür offen, späten verschließen Sie sie während die Katze frisst und wiederum etwas später öffnen Sie das Türchen erst nach einigen Minuten. Sie können ihre Katze auch schon einmal in der Wohnung daran gewöhnen, dass Sie die Transportbox herumtragen. So gewöhnt sich Ihre Katze an das Schaukeln. 

Beim Tierarzt angekommen, nehmen Sie Ihre Katze im Wartezimmer bitte nicht auf den Schoss! Selbst wenn Sie noch alleine im Wartezimmer sind, wissen Sie nicht, wer als nächstes hereinkommt. Wenn Ihre Katze sich erschrickt, ist Sie Ihnen schneller entkommen, als Sie gucken können. Auch der friedlichste Hund, der es gewohnt ist, zuhause mit Katzen zu leben, kann beim Tierarzt ganz anders reagieren. Dieser Stress muss nicht sein! In ihrem Transportkorb ist Ihre Katze gut und sicher aufgehoben.

  Zusammenleben mit ihren anderen Haustieren

Es ist wichtig, alle Tiere in Ihrem Haushalt bald miteinander bekannt zu machen. So kann die junge Katze schnell in die Tiergemeinschaft eingegliedert werden. Versuchen Sie gar nicht erst, sie an Nager oder Vögel zu gewöhnen, dies dürfte kaum möglich sein. Für Ihre anderen Tiere gilt: Das Kennenlernen sollte unter Aufsicht und in kleinen Schritten erfolgen.

Ein Hund

In der Regel akzeptiert ein gut sozialisierter Hund eine Katze sehr schnell. Ältere Hunde zeigen sich da manchmal weit weniger tolerant. Häufig gelingt es dem Katzenbaby mit einem leichten Tatzenhieb, der seine Spuren hinterlässt, die Eingewöhnung schnell und problemlos zu gestalten.

Eine andere Katze

Diese Aufgabe kann sich als sehr viel schwieriger erweisen. Erwachsene Katzen akzeptieren nur selten andere junge Katzen als Neuankömmlinge in ihrem Terrain. Sie bringen ihre Unzufriedenheit durch Drohgebärden zum Ausdruck, denn sie akzeptieren selbst die kleinsten Veränderungen ihrer Lebensgewohnheiten nur äußerst ungern. Es kann Monate dauern, bis die junge Katze voll und ganz akzeptiert wird. Lassen Sie während der gegenseitigen Vorstellung keinerlei Aggressivität zu. Bringen Sie die Tiere auf neutralem Terrain zum Spielen und Füttern zusammen. Wiederholen Sie das so oft, bis die Katzen sich gegenseitig tolerieren. Es wird sich zwangsläufig eine Hierarchie zwischen den beiden Tieren bilden, die Sie akzeptieren sollten.

Einige Tipps:

Sorgen Sie dafür, dass die bereits mit Ihnen lebenden Tiere (Hund oder Katze) weiterhin ihre bisherigen Rechte genießen.Sorgen Sie für Ruhe in der Nähe des Katzenklos. Lassen Sie die Katze zunächst nur in einen Teil Ihrer Wohnung, damit sie nach und nach alles kennenlernt und sich nicht verzagt unter den Möbeln versteckt.Putzen Sie das Gesicht Ihres Katzenwelpen mit einem Tuch ab und reiben Sie damit anschließend über die Wände knapp über dem Boden. So kann das ältere Tier sich an den Geruch der jungen Katze gewöhnen.